Schlitz startet Pionierprojekt: 7 Millionen für Phosphor-Rückgewinnung!

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Schlitz im Vogelsbergkreis investiert sieben Millionen Euro in innovatives Phosphor-Rückgewinnungsprojekt zur Kreislaufwirtschaft.

Schlitz im Vogelsbergkreis investiert sieben Millionen Euro in innovatives Phosphor-Rückgewinnungsprojekt zur Kreislaufwirtschaft.
Schlitz im Vogelsbergkreis investiert sieben Millionen Euro in innovatives Phosphor-Rückgewinnungsprojekt zur Kreislaufwirtschaft.

Schlitz startet Pionierprojekt: 7 Millionen für Phosphor-Rückgewinnung!

Im malerischen Schlitz, tief im Herzen des Vogelsbergkreises, hat ein spannendes Projekt die Aufmerksamkeit von Umweltschützern und Kommunen erregt. Mit einem Investitionsvolumen von sieben Millionen Euro legt die Stadt den Grundstein für ein wegweisendes Vorhaben zur Phosphor-Rückgewinnung. Bereits am Mittwochmorgen wurde der symbolische Spatenstich für die neue Anlagentechnik vollzogen. Schlitz geht damit als Vorreiter in Hessen voran – und das in einer Kommune mit weniger als 100.000 Einwohnern, was in der Region bemerkenswert ist, berichtet Osthessen News.

Das Ziel dieser Initiative? Phosphor, ein wichtiger und nicht ersetzbarer Pflanzennährstoff, der weltweit nur begrenzt verfügbar ist, aus Klärschlamm als endlichen Rohstoff zurückzugewinnen. Damit reagiert Schlitz nicht nur auf regionale und gesetzliche Anforderungen, sondern leistet auch einen entscheidenden Beitrag zur nachhaltigen Kreislaufwirtschaft. Die Stadt erhält zudem eine Landeszuwendung von 3,15 Millionen Euro zur Unterstützung des Projekts, das insgesamt auf knapp sieben Millionen Euro beziffert wird, so Osthessen News weiter.

Nachhaltige Klärschlammverwertung

Der Bereich Klärschlamm ist für Schlitz schon seit 2015 ein zentrales Anliegen. In Zusammenarbeit mit sieben Kommunen werden jährlich etwa 2.400 Tonnen Klärschlamm verwertet. Diese Kläranlage ist nicht nur energieautark, sondern setzt auch auf innovative Methoden wie die solare Klärschlammtrocknung in Gewächshäusern. Auf diese Weise wird die Kapazität auf rund 6.000 Tonnen Klärschlamm pro Jahr erweitert. Die Vision dahinter: lange Transportwege, die oft als „Klärschlamm-Tourismus“ bezeichnet werden, zu vermeiden und die regionale Kreislaufwirtschaft bestmöglich zu fördern. Informationen dazu finden sich auch auf der Webseite des IWK, die umfassend über Klärschlammentsorgung und Phosphorrückgewinnung informiert (IWU).

In einem landesweiten Kontext sind die Entwicklungen in Schlitz nicht einmalig. Veolia forscht ebenso an Technologien zur wirtschaftlichen Phosphorrückgewinnung aus Klärschlamm. Vor allem die Asche, die aus der Klärschlammverbrennung entsteht, bleibt bisher ungenutzt. Hier wird mit modernen Ansätzen, unter anderem im Rahmen des Forschungsprojekts DreiSATS, an einer Lösung gearbeitet, um die Phosphor-Rückgewinnung zu optimieren und gleichzeitig nachhaltig zu gestalten. Ziel ist es, Phosphor aus Verbrennungsaschen kostengünstig zu recyceln und die erzeugten Düngerprodukte in gleichbleibend hoher Qualität für den regionalen und überregionalen Markt verfügbar zu machen (Veolia).

Die Fortschritte in Schlitz sind also Teil eines größeren Trends, der das Augenmerk auf nachhaltige und regionale Lösungen gerichtet hat. Der Spatenstich ist erst der Anfang, und es bleibt spannend zu beobachten, wie sich das Projekt weiterentwickeln wird. Schlitz zeigt damit, dass auch kleinere Kommunen bedeutende Schritte in Richtung einer umweltbewussten Zukunft unternehmen können.