Vacha startet durch: Gewerbegebiet für die Zukunft der Kaliregion!
Die Landkreise Hersfeld-Rotenburg und Fulda starten das Projekt „Zukunft Kaliregion 2.0“, um innovative Gewerbeflächen zu entwickeln.

Vacha startet durch: Gewerbegebiet für die Zukunft der Kaliregion!
In der kalireichen Region an der hessisch-thüringischen Grenze wird zurzeit ein ambitioniertes Pilotprojekt auf den Weg gebracht, das die Zukunft der Wirtschaft gestalten soll. Die Stadt Vacha beteiligt sich aktiv daran, um ein großes Gewerbegebiet zu entwickeln und damit die Weichen für die Zeit nach dem Kalibergbau zu stellen. Bürgermeister Martin Müller (CDU) hebt hervor, wie wichtig es ist, sich frühzeitig auf die Herausforderungen vorzubereiten, die mit dem Ende des Kalibergbaus einhergehen werden. Laut In Südthüringen setzt das Konzept „Kaliregion 2.0“, das vor einigen Jahren erarbeitet wurde, auf eine enge Zusammenarbeit aller Kaligemeinden dieser besonderen Region.
Das Projekt hat mit einer Auftaktveranstaltung in Heringen, Hessen, am 6. November 2021, seinen Startschuss erhalten. Hierbei waren unter anderem die Landkreise Hersfeld-Rotenburg, Fulda und der Wartburgkreis sowie zahlreiche Kommunen und regionale Akteure vertreten. Ziel ist es, die Kaliregion zukunftsfähig zu gestalten und auf den bevorstehenden Strukturwandel, der durch den fortschreitenden Rückgang des Kalibergbaus bedingt ist, angemessen zu reagieren. Die Vielzahl der Beteiligten zeigt, wie wichtig dieses Vorhaben für die regionale Entwicklung ist, wie Fuldaer Zeitung berichtet.
Leuchtturmprojekte – Die Eckpfeiler der Entwicklung
Teil des Projekts sind vier Leuchtturmprojekte, die als zentrale Elemente der regionalen Transformation fungieren sollen:
- Gewerbepark Hessen-Thüringen: Entwicklung interkommunaler Gewerbeflächen sowie einer passenden Vermarktungsstrategie.
- Digitale Arbeitswelten: Förderung von mobilem Arbeiten zur Verbesserung der Work-Life-Balance und Bindung von Fachkräften.
- Stärkung von Innovationen: Fokus auf technologische, wirtschaftliche und ökologische Herausforderungen, die im Kalibergbau zu meistern sind.
- Digitales Erleben von Erinnerungskultur: Kombination von geschichtlichen und kulturellen Inhalten mit digitalen Medien.
Diese innovativen Ansätze werden durch eine Förderung von 615.000 Euro aus dem Bundesprogramm „Aktive Regionalentwicklung“ unterstützt. Die strategische Planung und Umsetzung dieser Leuchtturmprojekte soll bis Ende 2023 abgeschlossen sein, wie auf Hef-Rof nachzulesen ist.
Ein nachhaltiger Blick in die Zukunft
Die Region, die historisch stark vom Kalibergbau geprägt ist, steht vor einer epochalen Herausforderung. Die K+S Minerals and Agriculture GmbH plant, den Kalibergbau im Werra-Fulda-Kalirevier bis 2060 fortzuführen; dennoch ist es unabdingbar, dass die Region nach nachhaltigeren wirtschaftlichen Alternativen sucht. Die Entwicklung des Strategischen Regionalentwicklungskonzepts (SREK) zielt nicht nur darauf ab, Schockeffekte des Strukturwandels abzufedern, sondern auch, die regionale Wirtschaftsstruktur durch innovative Impulse zu stärken.
Die gemeinsamen Anstrengungen der Landkreise und Kommunen sind ein klarer Hinweis darauf, dass in der Kaliregion großes Potenzial steckt. Mit einem guten Händchen und einer klaren Strategie ist die Region bereit, die Herausforderungen der Zukunft anzupacken und als zukunftsfähiger Lebens- und Wirtschaftsraum neu zu erstrahlen. Das ganze Vorhaben ist also eine Art Sprungbrett für eine vielversprechende wirtschaftliche Perspektive, die weit über den Kalibergbau hinausgeht.