Frankfurt feiert laut: CSD 2025 bringt 150.000 zur Vielfalt!
Am 19.07.2025 feiert Frankfurt den Christopher Street Day mit dem Motto "Nie wieder still - Frankfurt ist laut". Bis zu 150.000 Teilnehmer erwartet.

Frankfurt feiert laut: CSD 2025 bringt 150.000 zur Vielfalt!
Der Christopher Street Day (CSD) in Frankfurt steht ganz im Zeichen von Vielfalt und Toleranz. Unter dem Motto „Nie wieder still – Frankfurt ist laut“ feiern am 19. Juli 2025 bis zu 25.000 Menschen auf und um den Römerberg, während die Polizei von rund 8.000 Teilnehmenden ausgeht. Die Stimmung ist friedlich und ausgelassen, und die Veranstalter rechnen insgesamt mit etwa 150.000 Besuchern über die gesamten Festivaltage, die bereits am Donnerstag begonnen haben und bis Sonntag dauern.
Für die CSD-Veranstaltung haben sich 108 Gruppen angemeldet. Am Samstag ist die große Kundgebung für 11 Uhr geplant, bevor der Demozug um 12:30 Uhr startet. Dieser führt von den alten Straßen der Innenstadt bis zum Schaumainkai. Das Festgelände zwischen dem Eisernen Steg und der Untermainbrücke bietet eine bunte Mischung aus Bühnen, Foodmeilen, Informationsständen sowie einem Jugendbereich und erstmals auch einem Familienbereich. „Wir stehen für Demokratie und die Akzeptanz aller Menschen ein“, erklärt ein Sprecher des Frankfurter CSD und hebt die Notwendigkeit hervor, Anfeindungen gegen queere Personen entschieden entgegenzutreten.
Schutz vor Anfeindungen
Die Wichtigkeit von Vorbildern in der queeren Community wird durch Stimmen wie die von Jonas Elgebeté aus Bremen unterstrichen, der mit Engelsflügeln für die Sichtbarkeit von queeren Menschen wirbt. Olaf aus der Ostsee, der sein Coming-out vor zehn Jahren hatte, möchte ebenfalls auf die Herausforderungen aufmerksam machen, mit denen queere Personen konfrontiert sind. Er berichtet von Anfeindungen und betont, wie wichtig die Unterstützung durch die Gesellschaft ist. Eine ganz besondere tragende Rolle spielt auch Szam aus Heppenheim, ein non-binär transgender Mensch, der stolz sein Plüschhai („Transhai“) präsentiert.
Die CSD-Veranstaltung findet in einem Kontext statt, der laut aktuellem Bericht von der hessenschau geprägt ist von einem Anstieg an queerfeindlicher Gewalt. In Hessen gab es einen Zuwachs der Straftaten aufgrund sexueller Orientierung und geschlechterbezogener Diversität um 62 Prozent im letzten Jahr. Dies verdeutlicht noch einmal, wie wichtig solch eine Veranstaltung ist, um auf die Rechte und die Akzeptanz von LGBTQ+-Personen aufmerksam zu machen.
Die Stadt Frankfurt zeigt sich solidarisch, und Oberbürgermeister Mike Josef bekräftigt die Unterstützung für die queere Community. Auch Mitarbeiter aus rund 35 Ämtern und Betrieben der Stadt werden beim Demozug teilnehmen. Um ein Zeichen der Unterstützung zu setzen, wird am Römer-Balkon die „Pride-Progress-Fahne“ gehisst.
Für den heutigen Tag bleibt zu hoffen, dass sich die Demonstrierenden in aller Vielfalt begegnen können. Bei den gefeierten Menschen, die sich in bunten Kostümen und fröhlicher Stimmung versammeln, wird klar: Der Kampf um Sichtbarkeit und die Rechte aller Menschen ist längst nicht vorbei, und so wird Frankfurt auch in den kommenden Tagen weiterhin eine Plattform für Toleranz und Vielfalt bieten.