Lärm-Alarm in Erbach: Zwei Fahrzeuge wegen zu lauter Abgasanlagen stillgelegt!
Lärm-Alarm in Erbach: Zwei Fahrzeuge wegen zu lauter Abgasanlagen stillgelegt!
Erbach, Deutschland - In Erbach, einem beschaulichen Ort im Odenwaldkreis, sorgten jüngst zwei laute Fahrzeuge für Aufregung. Beamte der Verkehrsinspektion des Polizeipräsidiums Südhessen nahmen am Mittwoch, dem 18. Juni (Monat nicht angegeben), einen 31-jährigen Mann mit seinem Golf GTI ins Visier. Bei der Kontrolle entdeckten sie eine unzulässige Abgasanlage, die zusammen mit einem Rennsportkatalysator für eine Überschreitung des Standgeräuschwertes um 11 dB(A) sorgte. Dies ist nicht die einzige Maßnahme, die in dieser Woche gegen Lärmsünder ergriffen wurde. Bereits am Dienstag, dem 17. Juni (Monat nicht angegeben), wurde ein 16-jähriger Erbacher mit einem Leichtkraftrad angehalten, dessen Geräuschwert um 9 dB(A) über dem zulässigen Limit lag, auch hier war ein unzulässiger Krümmer aus dem Motorsport verbaut.
Wie mittelhessen.de berichtet, ist es nicht nur ein Einzelfall; laute Motorräder und stark modifizierte Autos sind ein zunehmendes Ärgernis für Anwohner in beliebten Ausflugsgebieten. Viele Menschen klagen über den Lärm, was sogar zu diversen Bürgerinitiativen geführt hat, die Fahrverbote an Sonn- und Feiertagen fordern. Die Auswirkungen sind nicht nur lästig, sie haben auch ernsthafte Konsequenzen für die Lebensqualität der Anwohner.
Lärm im Straßenverkehr: Ein gesundheitliches Problem
Wie die Deutsche Umwelthilfe herausstellt, leiden viele Menschen unter dem Straßenverkehrslärm, der in Deutschland die dominierende Lärmquelle darstellt. 75% der Bevölkerung sind von Lärm gestört, was Schlafstörungen, Bluthochdruck und sogar Depressionen zur Folge haben kann. Die exzessiven Lärmspitzen, die oft durch Motorräder und sportliche PKWs verursacht werden, sind nicht einmal in den offiziellen Erhebungen erfasst. Umso wichtiger ist es, dass Maßnahmen zur Lärmminderung ergriffen werden.
In Erbach zeigt sich, wie dringend der Handlungsbedarf ist. Für Motorräder gibt es bereits gesetzliche Regelungen, die seit 2021 in der UNECE-R 41 definiert sind, jedoch müssen diese häufig besser durchgesetzt werden. Laut dem ADAC gilt in Österreich ein Fahrverbot für Motorräder mit einem Standgeräusch von mehr als 95 dB(A), was eine wichtige Maßnahme für die Lärmminderung darstellt. Auch in Deutschland sind die Regelungen hierfür vorhanden, aber es fehlt oft an der effektiven Kontrolle.
Tipps für ruhiges Fahren
Der ADAC hat zudem eine Aktion mit dem Namen „Leise kommt an“ ins Leben gerufen, um Motorradfahrer zu einem rücksichtsvolleren Fahren zu animieren. Mit ein paar einfachen Tipps kann jeder Motorradfahrer dazu beitragen, die Lärmemissionen zu senken. Dazu gehört die Auswahl eines Motorrads mit geringem Fahrgeräusch und der Verzicht auf exzessive Beschleunigungen. Dies ist nicht nur umweltfreundlicher, sondern kann auch den Geldbeutel schonen, da leiseres Fahren oft mit einem geringeren Kraftstoffverbrauch einhergeht.
Die Herausforderungen durch Lärm im öffentlichen Raum sind nicht zu unterschätzen. Die Betroffenen in Erbach sind ein Beispiel für die vielen, die sich nach mehr Ruhe sehnen. Es bleibt abzuwarten, wie die Verantwortlichen auf die Anwohnerforderungen reagieren und ob die Lärmschutzbestimmungen künftig strenger durchgesetzt werden.
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Ort | Erbach, Deutschland |
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