Traditionsmöbelhersteller in Karben meldet Insolvenz kurz vor Jubiläum!

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König + Neurath aus Karben beantragt Insolvenz in Eigenverwaltung zur Sanierung nach wirtschaftlichen Schwierigkeiten.

König + Neurath aus Karben beantragt Insolvenz in Eigenverwaltung zur Sanierung nach wirtschaftlichen Schwierigkeiten.
König + Neurath aus Karben beantragt Insolvenz in Eigenverwaltung zur Sanierung nach wirtschaftlichen Schwierigkeiten.

Traditionsmöbelhersteller in Karben meldet Insolvenz kurz vor Jubiläum!

König + Neurath, der traditionsreiche Büromöbelhersteller mit Sitz in Karben, hat am 22. November 2025 ein Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung beantragt. Das Unternehmen, das seit 1925 hochwertige Büroeinrichtungen produziert, steht vor massiven wirtschaftlichen Herausforderungen. Mit dieser Entscheidung möchte der Vorstand das Unternehmen wieder auf Kurs bringen und die Handlungsfähigkeit sichern. Der Antrag wurde am 17. November beim Amtsgericht Frankfurt am Main eingereicht, berichtet Merkur.

Die Hintergründe für die Insolvenzanmeldung sind vielschichtig. Der deutsche und europäische Büromöbelmarkt, in dem das Unternehmen tätig ist, leidet seit Anfang 2024 unter einer schweren Krise. Kunden verschieben die Anschaffung neuer Büromöbel teils um Jahre, was sich direkt negativ auf die Auftragslage von König + Neurath ausgewirkt hat. Insbesondere seit dem Sommer 2025 ist ein starker Rückgang bei Neuaufträgen festzustellen, wie auch Chip hervorhebt.

Sanierungsprozess mit Unterstützung von Experten

Um aus der aktuellen Situation gestärkt hervorzugehen, wurde bereits Ende Oktober ein Restrukturierungsprozess initiiert. Dabei arbeiten die Vorstände Steffen Schwerd und Rainer Raschke eng mit Experten von Hahn Consultants und der Kanzlei Oppenhoff & Partner zusammen. Dr. Jens Schmidt und Marion Rodine von der Kanzlei Runkel unterstützen den Vorstand als Generalhandlungsbevollmächtigte während des Insolvenzverfahrens. Ziel ist eine strategische Neuausrichtung des Unternehmens, um es zukunftsfähig zu machen.

Ein weiterer positiver Aspekt: Die Gehälter der Beschäftigten können vorerst für drei Monate gesichert werden, was zur Stabilität beiträgt. Gleichzeitig betont der Vorstand die Bedeutung der Einbeziehung der Belegschaft und des Betriebsrats in den Sanierungsprozess. Durch die Fortsetzung der Produktion und Auslieferung bereits bestellter Büromöbel soll auch weiterhin ein gewisser Geschäftsbetrieb aufrechterhalten werden.

Die Situation in Karben und Vertrauensbekundungen

König + Neurath ist nicht nur ein wichtiger Akteur auf dem Büromöbelmarkt, sondern auch der größte Arbeitgeber in Karben. Das Unternehmen beschäftigt rund 10% der Arbeitskräfte in der Stadt. Bürgermeister Guido Rahn zeigt sich optimistisch und äußerte Vertrauen in eine gute Lösung für die Mitarbeiter und das Unternehmen. Das Insolvenzverfahren bietet zudem die Möglichkeit zur Sanierung und Neuausrichtung, um Arbeitsplätze zu sichern und eventuell neue Investoren zu gewinnen.

Die momentane Lage beschreibt die Insolvenz als eine wichtige Maßnahme zur Wahrung der Gläubigerinteressen, während das Unternehmen versucht, sich aus der Liquiditätskrise zu arbeiten. In einem Eigenverwaltungsverfahren bleibt der Geschäftsführer an der Spitze, unterstützt von einem Sachwalter, was eine gewisse Kontrolle über die Geschicke des Unternehmens ermöglicht.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass König + Neurath trotz seiner schwierigen Situation optimistisch in die Zukunft blickt. Mit einer klaren Strategie und der Unterstützung durch Fachleute könnte der Traditionsbetrieb aus Karben bald wieder aufblühen.