Reichelsheim plant Umbruch: Neue Lösungen für Fundtiere im Fokus!

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Reichelsheim prüft im Dezember 2025 Austritt aus dem Tierheim Wetterau. Hohe Neubaukosten und neue Fundtierlösung stehen zur Debatte.

Reichelsheim prüft im Dezember 2025 Austritt aus dem Tierheim Wetterau. Hohe Neubaukosten und neue Fundtierlösung stehen zur Debatte.
Reichelsheim prüft im Dezember 2025 Austritt aus dem Tierheim Wetterau. Hohe Neubaukosten und neue Fundtierlösung stehen zur Debatte.

Reichelsheim plant Umbruch: Neue Lösungen für Fundtiere im Fokus!

In Reichelsheim stehen wichtige Entscheidungen in Bezug auf die Tierheimbetreuung an. Am 11. Dezember 2025 wird die Stadtverordnetenversammlung darüber abstimmen, ob die Stadt einem neuen Fundtiervertrag mit dem Tierheim Elisabethenhof zustimmt und ob die Mitgliedschaft im Tierheim Wetterau gekündigt werden soll. Bürgermeisterin Lena Herget setzt sich dafür ein, die wohnortnahe Versorgung von Fundtieren sicherzustellen, da in den letzten fünf Jahren in Reichelsheim kein einziges Fundtier registriert wurde. Stattdessen wurden die Tiere von Privatpersonen ins Tierheim Elisabethenhof gebracht, das seit mehr als 30 Jahren aktiv ist und fast 20.000 Tiere vermittelt hat. FNP berichtet über diese Entwicklungen.

Der Verein Tierheim Wetterau betreut derzeit 22 von 25 Kommunen im Wetteraukreis und erhält eine jährliche Umlage von 1 Euro pro Einwohner. Für den geplanten Neubau des Tierheims in Rödgen sind Kosten von etwa 8,9 Millionen Euro veranschlagt. Um die Gelder für den Neubau zu sichern, wurde auch ein Antrag auf finanzielle Unterstützung in der Kreistagssitzung eingebracht. Die Koalition aus CDU und SPD möchte, dass der Wetteraukreis die Kosten für eine Wildvogelauffangstation in Höhe von bis zu 500.000 Euro übernimmt und zudem bis zu 10% der Neubaukosten trägt, abzüglich Fördermittel und Spenden, wie SPD Wetterau berichtet.

Herausforderungen und Investitionen

Die Stadt Reichelsheim sieht sich hohen Investitionen gegenüber, da für den Neubau ein Betrag von 285.500 Euro eingeplant ist. Dies wirft die Frage auf, ob Finanzen und Notwendigkeit einer neuen Lösung im Einklang stehen, besonders wenn es keinen Bedarf an Fundtieraufnahmen in der Stadt gab. Bürgerinnen und Bürger sowie die Stadtverordneten stehen daher vor der Herausforderung, eine nachhaltige Lösung zu finden, die sowohl die Verantwortung im Tierschutz als auch die Haushaltsführung berücksichtigt.

Der bestehende Zustand des aktuellen Tierheims wird von CDU-Kreistagsabgeordneten Rebecca Menzel als unzureichend bezeichnet. Gerhard Weber von der SPD-Fraktion mahnt an, dass die Verantwortung des Kreises für den Tierschutz nicht vernachlässigt werden sollte. Um solche gesetzliche Aufgaben der artgerechten Unterbringung von Fundtieren zu erfüllen, bedarf es einer soliden Planung und Finanzierung.

Die Entscheidungen, die im Dezember getroffen werden, könnten nicht nur die Zukunft der Tierheimversorgung in Reichelsheim beeinflussen, sondern auch weitreichende Auswirkungen auf die gesamte Region im Wetteraukreis haben. In Zeiten, in denen Tierwohl und Tierschutz immer mehr in den Mittelpunkt rücken, ist es entscheidend, die richtige Weichenstellung vorzunehmen.