König + Neurath: Traditionsfirma aus Karben geht in Eigeninsolvenz!

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König + Neurath aus Karben meldet Insolvenz an. Das Unternehmen plant Sanierung in Eigenverwaltung nach Marktkrise.

König + Neurath aus Karben meldet Insolvenz an. Das Unternehmen plant Sanierung in Eigenverwaltung nach Marktkrise.
König + Neurath aus Karben meldet Insolvenz an. Das Unternehmen plant Sanierung in Eigenverwaltung nach Marktkrise.

König + Neurath: Traditionsfirma aus Karben geht in Eigeninsolvenz!

In einer traurigen Wende hat das Traditionsunternehmen König + Neurath, bekannt für seine hochwertigen Büromöbel, am 27. November 2025 Insolvenz angemeldet. Der Büromöbelhersteller aus Karben in Wetterau, der stolz auf eine über 100-jährige Geschichte zurückblickt, steht aktuell vor erheblichen Herausforderungen, die durch einen drastischen Rückgang im Büromöbelmarkt hervorgerufen wurden. Trotz dieser schwierigen Situation bleibt der Vorstand optimistisch und setzt auf ein Eigenverwaltungsverfahren, um das Unternehmen zu sanieren.

Bereits im Oktober 2025 begann König + Neurath mit einem Restrukturierungsprogramm, um die Weichen für die Zukunft zu stellen. Dieses Verfahren wurde beim Amtsgericht Frankfurt beantragt. „Wir sind zuversichtlich, dass wir mit einem sanften Eigenverwaltungsverfahren unser Unternehmen wieder auf Kurs bringen können“, äußerten sich die Vorstände Steffen Schwerd und Rainer Raschke. Sie betonten die Notwendigkeit, die Belegschaft und den Betriebsrat in den Sanierungsprozess einzubeziehen.

Wirtschaftliche Herausforderungen

Der Rückgang auf dem Büromöbelmarkt, der seit Anfang 2024 zu spüren ist, hat das Ganze ins Rutschen gebracht. Verzögerte Neuanschaffungen und eine volatile Nachfrage haben die Liquidität stark belastet. Im September 2025, als das Unternehmen mit seinen Mitarbeitern sogar schon Kurzarbeit anordnen musste, feierte man noch das 100-jährige Bestehen, was die Situation umso bitterer macht. Die ersten Maßnahmen im Rahmen des Eigenverwaltungsverfahrens umfassen die Sicherstellung der Gehälter für die kommenden drei Monate.

Mit rund 830 Mitarbeitern ist König + Neurath nicht nur ein bedeutender Arbeitgeber in Karben, sondern verantwortet auch etwa zehn Prozent aller Arbeitsplätze in der Stadt. Bürgermeister Guido Rahn äußerte Vertrauen in eine positive Lösung für das Unternehmen und die dort Beschäftigten und hofft auf eine rasche Stabilisierung der Lage. Die Belegschaft wurde bereits umfassend über die Belange informiert, und die juristische Unterstützung wird von Dr. Jens Schmidt und Marion Rodine von der Kanzlei Runkel bereitgestellt.

Ein Blick in die Zukunft

Die Vorstände sind sich einig, dass eine erfolgreiche Sanierung nicht nur zwingend notwendig, sondern auch möglich ist. König + Neurath gilt als einer der führenden Hersteller von Büromöbeln in Deutschland und hat in der Vergangenheit bewiesen, dass es ein gutes Händchen für innovative Raumlösungen hat. Die treuen Kunden und das gute Renommee könnten dem Unternehmen in diesen Zeiten des Umbruchs von großem Nutzen sein.

Wie lange die Herausforderungen anhält und ob König + Neurath seine Position im Markt zurückgewinnen kann, bleibt abzuwarten. Eines steht jedoch fest: Die Hoffnung auf eine positive Wendung und ein baldiges Ende der Krise lebt weiter, sowohl unter den Mitarbeitern als auch bei der Unternehmensführung.

Für weitere Informationen besuchen Sie die Berichte auf hessenschau.de, fnp.de und lauterbacher-anzeiger.de für aktuelle Entwicklungen zur Situation von König + Neurath.