Friedberg läuft gegen Gewalt: Erster Spendenlauf begeistert 80 Teilnehmer!
Am 28.11.2025 fand in Friedberg ein erfolgreicher Spendenlauf gegen Gewalt an Frauen statt, unterstützt von zahlreichen Organisationen.

Friedberg läuft gegen Gewalt: Erster Spendenlauf begeistert 80 Teilnehmer!
Am vergangenen Samstag, dem 28. November 2025, fand in Friedberg der erste Spendenlauf gegen Gewalt an Frauen statt, der im Rahmen der globalen Aktion „Orange Day“ ins Leben gerufen wurde. Mit dem Motto „Gewalt läuft nicht in der Wetterau“ wollten die Veranstalter ein starkes Zeichen setzen. Und das taten sie auch – fast 80 Läufer und zahlreiche Zuschauer, darunter ein Team des HR, kamen zusammen, um an diesem wichtigen Event teilzunehmen. Die Mainzer-Tor-Anlage, die als Veranstaltungsort diente, verwandelte sich in einen Ort des Engagements und des Austauschs.
Organisiert wurde der Lauf von einem Aktionsbündnis unter dem Namen „starke Wetterau – gemeinsam gegen Gewalt an Frauen und Kindern“. Dieses Bündnis setzt sich aus verschiedenen Organisationen und Institutionen zusammen: darunter die Bezirkslandfrauen Nidda, der Fachdienst Frauen und Chancengleichheit Wetteraukreis, Frauen helfen Frauen Wetteraukreis e.V., Frauennotruf Wetteraukreis e.V., das Frauenzentrum Wetteraukreis e.V., sowie zahlreichen weiteren Unterstützern – wie dem Inner Wheel-Club Friedberg-Bad Nauheim und dem Rotary-Club Bad Nauheim-Friedberg.
Hohe Resonanz und wichtige Botschaften
Die Resonanz auf den Spendenlauf war überaus positiv. Die Erste Kreisbeigeordnete Birgit Weckler und Polizeipräsident Torsten Krückemeier zeigten sich persönlich anwesend. Weckler erklärte, dass die Einnahmen aus dem Lauf drei wichtige Hilfsprojekte unterstützen: „Frauen helfen Frauen Wetterau“, „Frauen-Notruf Wetterau“ und „Wildwasser Wetterau“. In ihrer Ansprache betonte Simone Mertel vom Fachdienst Frauen und Chancengleichheit die gesellschaftliche Bedeutung dieser Veranstaltung.
Die Teilnehmer liefen während des Events auf einem 250 Meter langen Rundkurs, wobei viele von ihnen in leuchtendem Orange gekleidet waren. Nach einer Stunde waren die ersten Läuferinnen und Läufer bereits 15 Runden absolviert. Die Wetterauer Landfrauen trugen dazu bei, die Aufmerksamkeit auf das Thema zu lenken, indem sie orangefarbene Papiertüten mit dem Slogan „Gewalt kommt nicht in die Tüte“ verteilten. Stände verschiedener Vereine und Organisationen boten Informationen und Austauschmöglichkeiten.
Verstärkung der internationalen Perspektive
Parallel zu diesem lokalem Engagement gibt es auch ein überregionales Augenmerk auf das Thema Gewalt gegen Frauen, insbesondere im Kontext bewaffneter Konflikte. Am selben Abend fand in der Evangelischen Akademie Frankfurt eine Podiumsveranstaltung unter dem Titel „Kriegswaffe Vergewaltigung – Sexualisierte Gewalt gegen Frauen in bewaffneten Konflikten“ statt. Diese Veranstaltung thematisierte die besonderen Gefahren, denen Frauen in Konfliktsituationen ausgesetzt sind und die Notwendigkeit eines besonderen Schutzes. Auch hier war der Eintritt frei, und ein Livestream wurde eingerichtet, um eine breitere Öffentlichkeit zu erreichen.
Die thematischen Schwerpunkte umfassten unter anderem die Rechte von Opfern sexualisierter Gewalt und internationale Bemühungen zur Bekämpfung dieser Tragödien. Das Publikum, bestehend aus Frauen, Männern und Kindern, konnte sich kritisch mit diesen Themen auseinandersetzen und wurde dazu angeregt, aktiv zu werden.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass sowohl der Spendenlauf in Friedberg als auch die Podiumsveranstaltung in Frankfurt einen wichtigen Beitrag zur Sensibilisierung für die Problematik der Gewalt gegen Frauen geleistet haben. Es bleibt zu hoffen, dass solche Veranstaltungen auch in Zukunft fortgeführt werden, um das Bewusstsein in der Gesellschaft weiter zu schärfen und Veränderungen herbeizuführen.