Wechsel an der Spitze: Stephanie Schmid übernimmt die JVA Frankfurt I!
Stephanie Schmid wird neue Leiterin der JVA Frankfurt am Main I, Nachfolgerin von Franz Josef Pfeifer, zum 1. April 2025.

Wechsel an der Spitze: Stephanie Schmid übernimmt die JVA Frankfurt I!
In Hessen gibt es einen frischen Wind im Justizvollzug: Stephanie Schmid hat am 11. Juni 2025 offiziell die Leitung der Justizvollzugsanstalt (JVA) Frankfurt am Main I übernommen. Dies wurde von Hessens Justizminister Christian Heinz bekanntgegeben, der Schmid als Expertin im Bereich des Justizvollzugs lobte. Gleichzeitig wurde ihr Vorgänger, Franz Josef Pfeifer, bei einer feierlichen Verabschiedung gewürdigt, auch wenn er aufgrund seiner bevorstehenden Pensionierung nicht anwesend sein konnte. Seit über 40 Jahren hat Pfeifer in diesem Bereich gedient und seine Laufbahn im hessischen Justizvollzug begonnen, als er 1980 als Inspektoranwärter eintrat.
„Die Erfahrung und das Wissen beider Personen sind goldwert für unser Justizsystem“, betonte Minister Heinz in seiner Ansprache und händigte Schmid die Verantwortung für eine der bedeutendsten Justizvollzugsanstalten in Hessen an. Die JVA Frankfurt am Main I ist nicht nur für die Vollstreckung der Untersuchungshaft zuständig, sondern auch für die Organisation von Gefangenentransporten. Mit etwa 560 Haftplätzen gehört sie zu den größeren Einrichtungen in der Region, wie justizvollzugsanstalt.org berichtet.
Ein Blick auf die Karriere von Franz Josef Pfeifer
Franz Josef Pfeifer hat eine beeindruckende Karriere im Justizvollzug hinter sich. Nach seinem ersten Einsatz an der JVA Butzbach wurde er 1989 an die JVA Frankfurt am Main IV versetzt. 1997 führte ihn sein Weg zurück zur JVA Frankfurt am Main I, wo er als Vertreter des Anstaltsleiters tätig war, bevor er 2014 die Leitung übernahm. Dabei war er nicht nur in verschiedenen JVA-Positionen aktiv, sondern auch im Hessischen Ministerium der Justiz, wo er wichtige Verwaltungsaufgaben leitete.
„Pfeifers unermüdlicher Einsatz und seine Fachkenntnis werden uns in Zukunft sehr fehlen“, sagte Heinz, während er die Verdienste Pfeifers für die hessische Justiz würdigte. Sein Ruhestand ist für den 1. April 2025 geplant, und er verlässt die JVA Frankfurt am Main I nach Jahren der Hingabe und des Engagements.
Stephanie Schmid: Eine vielversprechende neue Ära
Die junge, gebürtige Oberfränkin bringt frischen Wind in die JVA Frankfurt am Main I. Nach ihrem Jurastudium in Bayern und einer Phase in einer Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, fand sie 2005 ihren Weg in den Justizvollzug. Ihre Karriere begann im Hessischen Ministerium der Justiz, und sie machte sich schnell einen Namen als Vollzugsabteilungsleiterin in der JVA Butzbach sowie später in der JVA Hünfeld und JVA Weiterstadt. Die letzten Jahre leitete sie erfolgreich die JVA Rockenberg und war auch stellvertretende Leiterin der JVA Gießen.
Minister Heinz äußerte sich optimistisch über die Zukunft unter Schmidds Führung. „Wir stehen an einem Wendepunkt, und ich bin überzeugt, dass Frau Schmid die notwendige Expertise mitbringt, um die bevorstehenden Herausforderungen erfolgreich zu meistern.“ Schmid freut sich auf ihre neue Herausforderung und betont, dass es ihr wichtig ist, die JVA zu einem Ort der Resozialisierung und der Sicherheit für alle Beteiligten zu machen.
Barrierefreiheit im Justizvollzug
Ein weiteres wichtiges Thema, das im Kontext des Justizvollzugs in Hessen nicht vergessen werden sollte, ist die Barrierefreiheit. Die Webseite des Justizvollzugs Hessen verfolgt das Ziel, alle Informationen für alle Bürger zugänglich zu machen. Wie justizvollzug.hessen.de angibt, wurden im September 2020 Selbstbewertungen zur digitalen Barrierefreiheit durchgeführt. Dennoch gibt es noch Herausforderungen, von fehlerhaften HTML-Markups bis hin zu unzureichender Beschriftungen in Multimedia-Inhalten. Ein Ansprechpartner für Anmerkungen ist das Hessische Ministerium der Justiz, das Hilfestellung bietet.
Mit frischem Wind an der Spitze und einem klaren Fokus auf Barrierefreiheit ist die JVA Frankfurt am Main I bereit, auch in Zukunft eine entscheidende Rolle im hessischen Justizsystem zu spielen.