Claus Leggewie in Butzbach: Warum die AfD Jugendliche fasziniert

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Politikwissenschaftler Claus Leggewie diskutiert am 26. November in Butzbach die AfD und Rechtsradikalismus. Anmeldung erforderlich.

Politikwissenschaftler Claus Leggewie diskutiert am 26. November in Butzbach die AfD und Rechtsradikalismus. Anmeldung erforderlich.
Politikwissenschaftler Claus Leggewie diskutiert am 26. November in Butzbach die AfD und Rechtsradikalismus. Anmeldung erforderlich.

Claus Leggewie in Butzbach: Warum die AfD Jugendliche fasziniert

Am 26. November 2025 bietet die Butzbacher Stiftung eine hochinteressante Veranstaltung in der Alten Turnhalle. Politikwissenschaftler Prof. Dr. Claus Leggewie wird über ein aktuelles und brisantes Thema referieren: die Attraktivität der AfD für junge Menschen. Im Mittelpunkt seines Vortrags steht die Frage, warum die AfD, oftmals als das „freundliche Gesicht des Nationalsozialismus“ bezeichnet, junge Erwachsene und insbesondere männliche Jugendliche anzieht. Dieses Thema hat nicht nur lokale, sondern bundesweite Relevanz, da am gleichen Wochenende in Gießen eine Bundesversammlung der AfD stattfinden wird, in deren Rahmen eine neue Jugendorganisation gegründet wird.

Bürgermeister Sascha Huber hebt in diesem Zusammenhang die Arbeit der Butzbacher Stiftung für Kultur und politisches Bewusstsein hervor. Innerhalb der letzten dreieinhalb Jahre hat die Stiftung über 60 Veranstaltungen organisiert, die von einer Vielzahl an Fachleuten aus Journalismus, Wissenschaft und Kultur gestaltet wurden. Leggewie selbst hat die Ludwig-Börne-Professur inne und leitet das „Panel on Planetary Thinking“ an der Universität Gießen. Seine zahlreichen Veröffentlichungen zur politischen Ökologie und den Wechselbeziehungen zwischen Planet und Gesellschaft haben ihm großen Respekt in der Fachwelt eingebracht.

Erwartungen und Rahmenbedingungen

Die Veranstaltung in Butzbach, die um 19:30 Uhr beginnt und für die eine Anmeldung per E-Mail erforderlich ist, wird von einer starken öffentlichen Aufmerksamkeit begleitet. Es sind Proteste gegen die AfD zu erwarten, wie die Organisatoren auch in einem gemeinsamen Statement erwähnten. Die Veranstaltung wird Gelegenheit zum Austausch bieten, unter anderem moderiert von Michael Krause, einem ehemaligen Studenten von Leggewie und Mitarbeiter der Stiftung. Hierbei können Fragen aus dem Publikum gestellt werden.

Im Kontext dieser Diskussion ist es wichtig, die jüngsten Entwicklungen im gewaltorientierten Rechtsextremismus zu betrachten. Laut den Verfassungsschutzbehörden sind insbesondere Jugendliche und junge Erwachsene oft in digitalen Räumen aktiv, wo sie eine erhöhte Anfälligkeit für Radikalisierung zeigen. Die Entwicklungen im digitalen Raum werden zunehmend beobachtet, insbesondere auf Plattformen wie TikTok und Instagram, wo rechtsextremistische Inhalte hoch im Kurs stehen. Dies hat bereits zu gewaltorientierten Aktionen von Gruppen geführt, die sich gegen die LSBTIQ-Community und andere Minderheiten richten.

Gemeinsame Anstrengungen gegen Radikalisierung

Die Butzbacher Stiftung sowie das Bündnis für Demokratie und Menschenrechte setzen sich aktiv gegen diese Tendenzen ein. Gemeinsam mit lokalen Institutionen wollen sie nicht nur über die Anziehungskraft extremistischer Ideologien aufklären, sondern auch ein starkes Signal für eine offene und tolerante Gesellschaft senden. Mehr als 60 Veranstaltungen in den letzten Jahren sind ein Zeichen aktiv gelebten politischen Bewusstseins.
Mit einem klaren Fokus auf die kommenden Herausforderungen zeigt der Vortrag von Prof. Leggewie, wie wichtig der Dialog und das Verständnis für gesellschaftspolitische Themen ist. Der Eintritt zur Veranstaltung am 26. November ist frei – eine Chance, die sich niemand entgehen lassen sollte.