Neue Fankultur: Die Adlerträgerinnen von Eintracht Frankfurt begeistert!
Eintracht Frankfurt Frauen gründen den Fanklub „EFC Adlerträgerinnen“ und protestieren gegen ungünstige Anstoßzeiten.

Neue Fankultur: Die Adlerträgerinnen von Eintracht Frankfurt begeistert!
Eintracht Frankfurt Frauen können sich über einen frischen Wind in ihrer Fangemeinde freuen. Mit dem neuen Fanklub „EFC Adlerträgerinnen“ gibt es nun eine Gemeinschaft, die sich voll und ganz für die Frauenmannschaft einsetzt. Die Fangruppe hat es sich zur Aufgabe gemacht, die Spielerinnen aktiv zu unterstützen und die Heimspiele im Block G unter den Flutlichtern zu einem echten Erlebnis werden zu lassen. Hierbei sind die Mitglieder, wie Vanessa, die eine Fahne von ihrem Vater für die Frauen umgestaltet hat, eng miteinander verbunden und sorgen für eine familiäre Atmosphäre.
Doch was steht hinter den „Adlerträgerinnen“? Anders als in vielen anderen Fanklubs gibt es hier keinen Vorsänger oder eine Chefin, und Auseinandersetzungen sind die Ausnahme. Monika, eine engagierte Anhängerin, übernimmt das Trommeln und Singen während der Spiele und bringt die Fans zum Anfeuern. Trotz der guten Stimmung gibt es auch kritische Stimmen, insbesondere gegen die Fangruppe „Nutria Bande“, die noch das FFC-Logo verwendet und ab und zu provokante Lieder anstimmt. Das kommt nicht bei allen Mitgliedern der Adlerträgerinnen gut an.
Aktive Unterstützung und Protest
Die „EFC Adlerträgerinnen“ lassen sich nicht nur von der Stimmung anstecken, sie nehmen auch aktiv Einfluss auf die Rahmenbedingungen des Spiels. Ein zentrales Anliegen ist der Protest gegen die Anstoßzeiten, insbesondere die Montagsspiele in der Frauen-Bundesliga, die aus ihrer Sicht die Zuschauer benachteiligen. Um auf diese Problematik aufmerksam zu machen, haben sie ein auffälliges Banner gestaltet.
Einer der Höhepunkte für die Entourage der Adlerträgerinnen ist die gemeinsame Anreise zu Auswärtsspielen. Vor Kurzem haben sie sogar 100 Fahnen gebastelt, um die Farben ihrer Mannschaft zu vertreten. Allerdings kommt es bei solchen Reisen oft zu mehr Sicherheitsvorkehrungen, da andere Klubs den Namen „Eintracht Frankfurt“ als potenziell problematisch ansehen. Dennoch ist der Block G ein sicherer Ort für viele Fans, auch für queere Mitglieder, die sich hier wohlfühlen.
Das Erbe des FFC Frankfurt
Die neue Fangemeinschaft hat zudem ein spannendes Erbe zu bewahren. Der 1. FFC Frankfurt, der vorherige Klub der Eintracht-Frauen, prägte 22 Jahre lang die Frauenfußballszene und konnte zahlreiche Titel gewinnen, bevor er 2020 von Eintracht Frankfurt übernommen wurde. Die Adlerträgerinnen wissen, dass sie auf diesem Fundament aufbauen können, während sie gleichzeitig das frische, dynamische Gefühl eines neuen Abschnitts im Frauenfußball verkörpern.
Im Kontext des Fußballes in Deutschland gibt es eine spannende Entwicklung: Die „Strategie Frauen im Fußball“ des DFB hat das Ziel, den Frauenfußball insgesamt zu stärken. Dazu zählt die Verdopplung der medialen Reichweite und die Erhöhung des Anteils aktiver Spielerinnen um 25 Prozent. Diese Bemühungen taler auch zu dem positiven Umfeld, in dem sich die Eintracht-Frauen und ihre Anhänger bewegen, und könnten in den kommenden Jahren für noch mehr Antrieb sorgen. dfb.de berichtet, dass …