Frankfurt geht westwärts: Bohnackers Augenblick der Nachkriegszeit entdecken!

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Eröffnung der Ausstellung „Frankfurt went West“ am 16. Juni 2025 im ISG: Fotografien von Mickey Bohnacker dokumentieren Frankfurts Wandel.

Eröffnung der Ausstellung „Frankfurt went West“ am 16. Juni 2025 im ISG: Fotografien von Mickey Bohnacker dokumentieren Frankfurts Wandel.
Eröffnung der Ausstellung „Frankfurt went West“ am 16. Juni 2025 im ISG: Fotografien von Mickey Bohnacker dokumentieren Frankfurts Wandel.

Frankfurt geht westwärts: Bohnackers Augenblick der Nachkriegszeit entdecken!

Am 16. Juni 2025 wird das Institut für Stadtgeschichte (ISG) in Frankfurt zu einem Ort der Zeitreise: Die Ausstellung „Frankfurt went West“ öffnet um 18 Uhr ihre Türen und entführt die Besucher in die faszinierende Welt der Nachkriegszeit. Hier kommen über 100 Fotografien von Mickey Bohnacker, dem renommierten Presse- und Sensationsfotografen, zu sehen, die zwischen 1945 und 1965 entstanden sind. Wie frankfurt.de berichtet, ist dies ein besonderes Ereignis, vor allem 80 Jahre nach Kriegsende, wo der Wandel Frankfurts von der Ruinenlandschaft zur modernen Metropole eindrucksvoll dokumentiert wird.

Bohnacker, geboren 1928 in Bornheim, schaffte es mit seinen Fotografien, die Facetten der Amerikanisierung Frankfurts sichtbar zu machen. Seine Bilder erzählen von der politischen Ungewissheit und dem demokratischen Neuanfang der Stadt. Die Eröffnung der Ausstellung wird von prominenten Stimmen begleitet: Ina Hartwig, Kultur- und Wissenschaftsdezernentin, sowie die ISG-Leiterin Mirjam Sprau, der Generalkonsul der USA in Frankfurt, Brian Heath, und die Kuratoren Michael Fleiter und Tobias Picard werden zur Feier sprechen.

Einblicke in eine bewegte Zeit

Die Ausstellung ist in zwölf Kapitel gegliedert und behandelt Themen wie den Wiederaufbau Frankfurts, die NATO-Integration und die deutsch-amerikanische Freundschaft. Mit einem umfassenden Blick auf das wirtschaftliche und kulturelle Leben der Stadt, beleuchtet die Sammlung von Bohnacker auch die Herausforderungen, die nach dem Krieg zu bewältigen waren. Begleitet werden die Fotografien von historischen Filmen sowie zwei großformatigen Stadtplänen, die dem Besucher einen räumlichen Kontext vermitteln. Besonders das wirtschaftliche Aufblühen und die Umstellung von Not und Armut auf Wohlstand werden hier lebendig, wie museumsufer.de hervorhebt.

Sein fotografischer Nachlass, der 2016/17 ans ISG übergeben wurde, gibt zum ersten Mal einen tiefen Einblick in die Nachkriegszeit Frankfurts. Bohnacker sammelte in seinen mehr als 50 Kisten mit Negativen und Abzügen nicht nur Erinnerungen, sondern auch eine erstaunliche Chronik der Stadt. Seine Ausbildung als Fotograf erhielt er von einem Armeefotografen und arbeitete bereits in jungen Jahren für amerikanische Armeezeitungen, wo er unter anderem General Dwight D. Eisenhower begleitete.

Ein Blick auf das Leben Bohnackers

Trotz seiner erfolgreichen Karriere, war Bohnacker, der sich selbst als „König der Liliputaner“ bezeichnete, eine schillernde Persönlichkeit in Frankfurt, bekannt für seine Anekdoten und oft in Traditionskneipen zu finden. Wie die Stadtgeschichte von Frankfurt dokumentiert, hinterließ er einen bleibenden Eindruck und sein Werk stellt einen bedeutenden Teil der Frankfurter Identität dar. Seine Fotografien zeigen nicht nur die Geschehnisse damaliger Tage, sondern bieten auch einen spannenden Blick auf die Zeitgeschichte im Allgemeinen, von der heutigen Konsumgesellschaft bis zum kulturellen Leben der Stadt.

Die Ausstellung „Frankfurt went West“ ist somit nicht nur eine Hommage an Mickey Bohnacker, sondern auch ein wichtiges Stück Frankfurter Stadtgeschichte, das für alle Kulturinteressierten und Geschichtsfreunde ein Muss darstellt. Sie läuft vom 17. Juni 2025 bis zum 7. Juni 2026 und wird durch die Dr. Marschner Stiftung gefördert. Ein Besuch lohnt sich, um die vielfältigen Facetten der Stadt und deren Entwicklung hautnah zu erleben.