
Im Werra-Meißner-Kreis gibt es im März 2025 insgesamt 2.917 arbeitslose Personen. Diese Zahl ist um 44 Personen niedriger als im Februar, jedoch um 73 höher als im Vorjahr. Die Arbeitslosenquote im Kreis beträgt 5,5 Prozent und bleibt damit im Vergleich zu 5,6 Prozent im Vormonat und 5,5 Prozent im Vorjahr stabil. Allerdings muss festgestellt werden, dass die Situation auf dem Arbeitsmarkt weiterhin angespannt bleibt, trotz saisonaler Effekte, die in der Regel eine Belebung mit sich bringen. Dies berichtet die HNA.
Insgesamt sind im Agenturbezirk Kassel für den Monat März 19.061 Personen arbeitslos gemeldet. Dies bedeutet einen Rückgang um 235 im Vergleich zum Vormonat, jedoch einen Anstieg um 1.317 im Vergleich zu März 2024. Die Arbeitslosenquote in diesem Bezirk liegt bei 6,5 Prozent, leicht gesunken von 6,6 Prozent im Februar und höher als die 6,1 Prozent im Vorjahresmonat. Dorothée Sachse, die Vorsitzende der Geschäftsführung der Arbeitsagentur Kassel, schildert, dass die Frühjahrsbelebung in diesem Jahr im Vergleich zu den Vorjahren schwach ausgefallen sei, was die angespannte Lage auf dem Arbeitsmarkt zusätzlich verschärft.
Aktuelle Zahlen im Detail
Im aktuellen Kontext verzeichnet der Werra-Meißner-Kreis 577 offene Stellen. Das sind 27 Stellen weniger als im Vormonat und 74 weniger als im Vorjahr. In den Agenturbezirken Kassel bleibt der Bestand an offenen Stellen nahezu konstant mit 3.772 Stellen, was 49 mehr als im Vormonat und 123 weniger als im Vorjahr entspricht.
- Offene Stellen im Werra-Meißner-Kreis: 577
- Änderung im Vergleich zum Vormonat: -27
- Änderung im Vergleich zum Vorjahr: -74
Die Agentur für Arbeit ergreift Maßnahmen, um den Bewerberkreis zu erweitern. Rund 4 Prozent mehr Bewerber haben sich in diesem Jahr für Berufsausbildungsstellen gemeldet. Dennoch müssen Arbeitgeber seit Oktober 2.356 Ausbildungsstellen melden, was einem Rückgang von 17 Prozent im Vergleich zum Vorjahr entspricht. Ende März waren 1.358 Bewerber unversorgt, was einem Anstieg von 11 Prozent entspricht, während 1.606 Ausbildungsstellen unbesetzt bleiben, was einen Rückgang von 9 Prozent ausmacht. Dies verdeutlicht die Herausforderungen, vor denen der Arbeitsmarkt steht.
Verteilung der Arbeitslosigkeit
Die Verteilung der Arbeitslosigkeit innerhalb der Agenturbezirke zeigt ebenfalls signifikante Unterschiede. In Kassel sank die Zahl der Arbeitslosen um 137 auf 10.004, was 679 Personen oder 7,3 Prozent mehr als im Vorjahr darstellt. Die Arbeitslosenquote liegt hier bei 9,0 Prozent. Im Landkreis Kassel hingegen verringerte sich die Arbeitslosigkeit um 54 auf 6.140, was einen Anstieg um 565 im Vergleich zum Vorjahr bedeutet. Hier beträgt die Arbeitslosenquote 4,7 Prozent.
Insgesamt wurden 33 Prozent der Arbeitslosen (6.292 Personen) der Arbeitslosenversicherung (SGB III) zugeordnet, während 67 Prozent (12.769 Personen) in die Grundsicherung für Arbeitssuchende (SGB II) eingestuft wurden, was einen Anstieg von 111 Personen im Vergleich zum Vormonat und 486 mehr als im Vorjahr darstellt.
<pDiese Zahlen verdeutlichen die Herausforderungen im Arbeitsmarkt und die Schwierigkeiten, die viele Menschen bei der Jobsuche erfahren. Trotz saisonaler Effekte bleibt die Belebung hinter den Erwartungen zurück, was für die Betroffenen eine besorgniserregende Entwicklung darstellt. Dies macht deutlich, dass die lokale und überregionale Wirtschaft weiterhin Anstrengungen unternehmen muss, um die Arbeitsmarktlage zu verbessern, damit in den kommenden Monaten eine positive Wende erkennbar wird.