
Seit dem 25. März 2025 wird der sechsjährige Pawlos aus Weilburg, Hessen, vermisst. Der autistische Junge verschwand während des Unterrichts kurz nach dem Mittagessen um 12:30 Uhr. Laut merkur.de bemerkten die Aufsichtspersonen sein Verschwinden bereits nach weniger als einer Minute. Sofortige Suchmaßnahmen wurden im Schulgebäude und auf dem Gelände eingeleitet.
Die Polizei wurde innerhalb von 15 Minuten informiert und begann umgehend mit der Suche. Pawlos‘ Spur verliert sich am Bahnhof, der nur wenige Hundert Meter von der Schule entfernt ist. Am Bahnhof wurde er zuletzt auf einem Video gesehen, das jedoch von Dienstag stammt. Ein aufmerksamer Mann half dem Jungen, als er sich in einer Gefahrenzone auf einer befahrenen Straße befand.
Intensive Suchaktionen
Der Suchaufwand für Pawlos ist enorm. Über 450 Einsatzkräfte von Polizei und Freiwilligen haben sich auf die Suche begeben. Vonseiten der Polizei werden auch Hubschrauber und Hundestaffeln eingesetzt, um im Raum Weilburg nach dem vermissten Jungen zu fahnden. Am 30. März blieb Pawlos weiterhin vermisst. Die Einsatzkräfte setzen sowohl tagsüber als auch nachts ihre Suchmaßnahmen fort, während sie Videomaterial auswerten, das Pawlos zeigt.
Die Suche gestaltet sich schwierig. Wie rtl.de berichtet, wurde Pawlos‘ Verschwinden von den Aufsichtspersonen zeitnah bemerkt, doch kurz darauf war er nicht mehr auffindbar. Es wurden zahlreiche Hinweise aus der Bevölkerung gesammelt, die im dreistelligen Bereich liegen.
Besonderheiten bei der Suche
Pawlos hat dunkle Hautfarbe und dunkle Haare und trägt einen gestreiften Pullover sowie eine graue Jeans. Es ist wichtig zu beachten, dass er als hilflos gilt und Schwierigkeiten hat, sich räumlich zu orientieren. Daher appellierte Bürgermeister Johannes Hanisch an die Bevölkerung, in Gärten und Anliegerstraßen nach dem Jungen zu suchen, um mögliche Verstecke zu kontrollieren.
Ebenfalls spielte die Polizei Bandansagen in der Stadt ab, um Pawlos zu erreichen. Um seine Aufmerksamkeit zu wecken, wurden in Weilburg bunte Luftballons aufgehängt. Laut tagesschau.de ist es bei der Suche auch entscheidend, keine lauten Rufe zu verwenden, da dies Pawlos erschrecken könnte.
Die Risiken für Pawlos
Die Herausforderungen bei der Suche nach Pawlos sind hoch. Kinder mit Autismus nehmen Reize anders wahr und fühlen sich häufig in unbekannten Situationen angespannt. Eine Sonderpädagogin erklärte, dass autistische Kinder möglicherweise dazu neigen, sich an ruhige Orte zurückzuziehen. Diese Warnung verdeutlicht, warum es entscheidend ist, dass die Einsatzkräfte sich auch auf Gewässer konzentrieren, da viele autistische Kinder eine Vorliebe für Wasser haben, was POTENZIELL gefährlich sein kann. Er könnte sich in einer solchen ungewohnten Situation orientierungslos fühlen.
Hessens Ministerpräsident Boris Rhein sprach den Helfern seinen Dank aus und drückte die Hoffnung aus, dass Pawlos bald gefunden wird. Auch wenn die Polizei ein Verbrechen nicht ausschließt, gehen die Ermittler nicht davon aus, dass eines vorliegt. Für Hinweise bittet die Polizei darum, den Notruf 110 zu wählen oder sich an eine Polizeidienststelle zu wenden.