
Am 30. Januar 2025 wurde bekanntgegeben, dass Sebastian Baumgarten am Staatstheater Kassel die Inszenierung von „Faust“ nach Hector Berlioz’ „La damnation de Faust“ übernehmen wird. Dies ist Baumgartens erste Regiearbeit in Kassel seit über 20 Jahren, nachdem er von 1999 bis 2002 als Oberspielleiter und stellvertretender Operndirektor tätig war. Die Premiere der Inszenierung ist für den 22. Februar 2025 im Opernhaus Kassel geplant.
Im Zentrum von Berlioz‘ Werk steht der Teufelspaktierer Doktor Johann Faust, ein bedeutendes Thema in der europäischen Kulturgeschichte. Die Inszenierung widmet sich der komplexen Figur des Faust, der als Sinnbild des modernen Individuums im Anthropozän verstanden werden kann. Die Verbindung von Schauspiel, Tanz und elektronischer Musik soll die Themen und Emotionen des Werkes erweitern und vertiefen. Kiril Stankow wird die musikalische Leitung der Aufführungen übernehmen.
Mitwirkende und Besetzung
Eine spannende Besetzung für die Inszenierung wurde bereits bekannt gegeben. Die Hauptrollen sind wie folgt vergeben:
- Eric Laporte als Faust
- Filippo Bettoschi als Méphistophélès
- Ilseyar Khayrullova als Marguerite
- Don Lee als Brander
- Annett Kruschke als Schauspielerin
- Safet Mistele und Einav Berkovich als Tänzer
Darüber hinaus wird am Montag, dem 17. Februar, eine öffentliche Bühnen-Orchester-Probe unter dem Titel „Sneak In“ stattfinden, die für einen Eintrittspreis von 8 Euro besucht werden kann.
Vorstellungstermine und Kartenverkauf
Die Vorstellungen werden in der Raumbühne ANTIPOLIS des Staatstheaters Kassel stattfinden. Die Aufführungstermine sind:
Datum | Uhrzeit |
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22. Februar 2025 | 19:30 |
26. Februar 2025 | 19:30 |
4. März 2025 | 19:30 |
9. März 2025 | 16:00 |
21. März 2025 | 19:30 |
29. März 2025 | 19:30 |
6. April 2025 | 18:00 |
15. April 2025 | 19:30 |
23. Mai 2025 | 19:30 |
5. Juni 2025 | 19:30 |
Karten sind am Theater Kasse und online unter staatstheater-kassel.de erhältlich. Die Inszenierung verspricht, eine zeitgenössische Auseinandersetzung mit dem Faust-Thema zu liefern und gleichzeitig Baumgartens erstklassige Regiekunst zu präsentieren.
Wie Kulturfreak hervorhebt, war Baumgarten bekannt für seine Erfahrungen als Musiktheater- und Schauspielregisseur an führenden deutschsprachigen Bühnen. Dies deutet darauf hin, dass die Neuinterpretation von Berlioz’ Werk mit viel Kreativität und künstlerischer Tiefe gestalten wird.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die bevorstehende Inszenierung von „Faust“ in Kassel nicht nur ein bedeutendes kulturelles Ereignis darstellt, sondern auch eine Rückkehr eines geschätzten Regisseurs an einen seiner zentralen Wirkungsstätten, was die Vorfreude auf die Premiere nur weiter steigert. Bachtrack beleuchtet die Herausforderung, Berlioz‘ Werk, das Genregrenzen zwischen Oper, Oratorium und Chorsinfonie überschreitet, ebenso umzusetzen, wie die intensiven Themen um Hybris und menschliche Existenz in der modernen Welt.